20.02.2019

Unfallschadenregulierung 4.0

Die automatisierte Regulierung von Schäden in der Sparte der privaten Unfallversicherung schien lange utopisch: Zu klein und zu unstrukturiert war die Datenbasis, zu sensibel der medizinische Zusammenhang. Diese Perspektive wandelt sich: ACTINEO entwickelt für die Regulierung von Kleinschäden in diesem Bereich einen digitalen Prozess mit hohem Automatisierungsanteil. Aus ihm können nicht nur invaliditätsunabhängige Zahlungen an Verunfallte berechnet und abgewickelt, sondern sogar finale Invaliditätsgrade automatisch generiert werden. Dabei liefert die Personenschadendatenbank von ACTINEO die medizinisch fundierte Basis für eine objektive und faire Regulierung.

Von der Schadenaufnahme bis zur finalen Invaliditätsleistung: ACTINEO bietet Unfallversicherern inzwischen an jedem Punkt im Schadenmanagementprozess digitale Lösungen an. Im engen Austausch mit dem Kunden wird dabei individuell festgelegt, welcher Grad der Automatisierung möglich und gewünscht ist.

Digitale Schadenaufnahme und -anlage

Bei der Schadenaufnahme verfolgen die Personenschaden-Spezialisten eine Multi-Channel-Strategie: Neben dem klassischen Papier- oder E-Mail-Auftrag und der Schadenmeldung über die Onlineportale der Versicherungen steht der ACTINEO Fast Track als alternativer Kanal für mobile Endgeräte zur Verfügung. Erstmalig im Personenschaden ist mit dieser digitalen Anwendung eine Schnellregulierung möglich. Über sie kann der Verunfallte auf dem Smartphone oder Tablet eine (Personen-)Schadenmeldung digital ausfüllen und medizinische Dokumente hochladen.

Unabhängig von dem Kanal, über den die Erstschadenmeldung den Versicherer erreicht, kann automatisiert die Abrechnung von invaliditätsunabhängigen Tarifleistungen wie Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld, Rooming-in-Pauschalen oder eines tarifbedingten Schmerzensgeldbetrags erfolgen. Dies geschieht auf der Basis der medizinischen Daten, die die Personenschaden-Spezialisten im Auftrag des Kunden beschaffen, codieren und strukturieren, und von Vorhersagemodellen aus der ACTINEO Personenschadendatenbank. Auf Wunsch kann auch hier in jedem Schritt des Prozesses eine aktive Rolle des Versicherers vorgesehen werden, der so die Automatisierungsstufe individuell vorgibt. Komplexere Fälle werden automatisch aus dem Prozess gesteuert.

Neu: Invaliditätsmodell

Innerhalb des Data-Warehouse von ACTINEO in Köln, der größten Personenschadendatenbank Deutschlands, entsteht aktuell eine Invaliditätsdatenbank Unfallschaden mit strukturierten Daten aus Schadenfällen. Hier fließen die Dauerschaden-Erstprognosen sowie final festgestellte Invaliditäten aus den Datenbeständen der Kunden von ACTINEO ein. Diese Informationen dienen nun als Grundlage für einen weiteren digitalen Baustein: das Invaliditätsmodell von ACTINEO. Ziel dieser Ausbaustufe ist es, auf der Basis eines Vorhersagemodells beim kleinen Unfallschaden die Invaliditätsleistungen komplett automatisiert zu berechnen. In einem weiteren Schritt wird ACTINEO seinen Kunden für komplexere Unfallschäden ebenfalls finale Invaliditätsgrade prognostizieren können.

So lässt sich bei kleineren Schäden die Unfallschadenregulierung vollständig automatisieren, bei komplexeren Schäden die Schadenregulierung durch die valide Prognose des finalen Invaliditätsgrades unterstützen. Von der Beschaffung der medizinischen Unterlagen bis zu datengestützten Prognosemodellen liefert ACTINEO in allen Phasen des Schadenmanagementprozesses einen Mehrwert und macht für seine Kunden somit eine noch schnellere und kosteneffizientere Regulierung möglich.

Das Institut für Medizinische Begutachtung

… ergänzt die medizinischen Services von ACTINEO für Unfallversicherer. Das hauseigene Institut bietet neben Sachverständigengutachten nach Aktenlage und Untersuchungsgutachten auch Zweitmeinungen an.