22.01.2019

AU-Modell unterstützt das digitale Schadenmanagement

Predictive Modelling auf Basis umfangreicher Datenanalysen ermöglicht vor allem bei kleineren bis mittleren Personenschäden verlässliche Prognosen für verschiedene Schadenfaktoren. Bei ACTINEO kommt das Verfahren unter anderem bei der Berechnung der Schmerzensgeldhöhe und bei der Vorhersage der voraussichtlichen Dauer der Arbeitsunfähigkeit (AU) zum Einsatz.

Das AU-Modell von ACTINEO zeigt die statistisch erwartete Arbeitsunfähigkeit für einen Schadenfall auf Einzelschadenbasis. Droht die so ermittelte AU-Dauer im Einzelfall überschritten zu werden, erhält der Schadensachbearbeiter beim Versicherer automatisch einen Hinweis und kann entsprechend intervenieren. Basis für das AU-Modell sind 300.000 Datensätze von 2012 bis 2017 aus dem ACTINEO-Data-Warehouse, Deutschlands größter Personenschadendatenbank. Dazu Sebastian Steinfort, Leiter Business Intelligence bei ACTINEO: „Wir können bis zu einem mittleren Schaden mit hoher Genauigkeit vorhersagen, wie lange die Person krankgeschrieben sein wird.“ Bei der Vorhersage der wahrscheinlichen Schmerzensgeldhöhe kommt dem AU-Modell wiederum eine unterstützende Rolle zu, denn eines der wichtigsten Kriterien, um ein Schmerzensgeld automatisiert zu bewerten, ist die AU-Dauer. So versetzt die Verzahnung der Modelle bei ACTINEO die Versicherer in die Lage, Schmerzensgeldzahlungen in den Mengenschadensegmenten im Haftpflichtbereich entsprechend genau vorherzusagen.

Das AU-Modell kommt im ACTINEO Personenschaden Cockpit – dem digitalen Instrument zur Steuerung und zum Controlling von Personenschadenfällen – zum Einsatz, unterstützt bei ACTINEO aber auch interne Prozesse bei der medizinischen Einschätzung von Schadenfällen.