01.08.2019

„ACTINEO setzt neue Akzente“

Mit der UNIQA Österreich Versicherungen AG unterstützt ACTINEO seit 2018 einen Kunden in der DACH-Region bei der Beschaffung und Digitalisierung von medizinischen Informationen sowie bei der medizinischen Rechnungsprüfung. AM PULS sprach mit Mario Varadin, Abteilung Property & Casualty Claims Management & Guidelines, über die Digitalisierung im österreichischen Versicherungswesen und die Zusammenarbeit mit ACTINEO.

AM PULS: Wie steht es um den digitalen Transformationsprozess in Ihrem Unternehmen?

Mario Varadin: Die Digitalisierung ist die Zukunft der gesamten Versicherungswirtschaft und gerade in der Schadenabwicklung setzen wir stark auf moderne Methoden, um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. Unsere Schwerpunkte liegen derzeit auf einer weiteren Verbesserung der Kommunikation mit unseren Kunden, die in einer schnelleren und einfacheren Schadenabwicklung und schließlich auch in einer effizienteren Nutzung unserer Ressourcen münden soll.AM PULS: Inwieweit sind Sie in diesem Zusammenhang auf externe Dienstleister angewiesen?

Mario Varadin: Die hohe Qualität unserer Dienstleistungserbringung ist stets im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Um auf diesem Niveau den Führungsanspruch auf dem Markt stellen zu können, sind wir stets an der Modernisierung unserer Prozesse interessiert, und das inkludiert ebenfalls die Zusammenarbeit mit den innovativsten externen Anbietern.

AM PULS: Warum haben Sie sich für ACTINEO entschieden?

Mario Varadin: Da wir im Rahmen unserer Projektarbeit die Personenschadenbearbeitung optimal ausstatten wollen, kommt nur die Zusammenarbeit mit den Besten auf dem Markt in Frage. Wir haben ACTINEO sehr aktiv in unsere Abwicklungsprozesse der Sozialversicherungsträger-Regresse eingebunden. Der Erfolg unseres Pilotprojektes zeigt, dass diese dadurch erheblich verbessert wurden.

AM PULS: Welche Themen sind für Sie besonders spannend?

Mario Varadin: Mich reizen naturgemäß am meisten die Themen, die mit der Modernisierung der Schadenbearbeitung verbunden sind. Die optimale Dienstleistung ist nur gegeben, wenn man die Kunden maximal entlasten kann.

AM PULS: Wie würden Sie die Entwicklung seit Beginn der Zusammenarbeit beschreiben?

Mario Varadin: Es war eine manchmal steinige, aber sehr konsequente und überaus erfolgreiche Projektentwicklung. Da wir wussten, dass ACTINEO anpassungsfähig auf den österreichischen Markt reagieren muss, war unser gemeinsamer Fokus auf Information gerichtet. Über eine rege und sehr angenehme Kommunikation ist es uns gelungen, eine gute und zuverlässige Kooperation zu etablieren.

AM PULS: Welche Vorteile ergeben sich für Sie aus der Zusammenarbeit mit ACTINEO?

Mario Varadin: Wir generieren bereits signifikante Einsparungen in Bezug auf die SVT-Regresse. Hier setzt ACTINEO neue Akzente, denn die medizinische Expertise, verbunden mit der Fachkenntnis über Leistungsstandards, ist im Rahmen der Personenschadenbearbeitung von wesentlicher Bedeutung. ACTINEO bündelt diese Komponenten, was unsere Prozesse und Anforderungen sehr gut ergänzt. Dazu muss man anmerken, dass die SVTs zum ersten Mal in ihrer Geschichte mit einer derart umfangreichen Rechnungsprüfung konfrontiert werden. Wir kalkulieren daher auch mit einem langfristigen „Erziehungseffekt“ bei künftigen Regressforderungen. Die ACTINEO-Rechnungsprüfung im Rahmen der SVT-Regressforderungen ist ein Tool, von dem die heimische Versicherungsindustrie langfristig nur profitieren kann. Meiner Ansicht nach wäre es für die gesamte österreichische Versicherungswirtschaft von Vorteil, wenn es diesbezüglich einen Schulterschluss gäbe.

AM PULS: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Mario Varadin: Die Digitalisierung ist eindeutig die Zukunft im gesamten Schadenregulierungsbereich. Gewisse Automatismen im Mengenschaden sind auch innerhalb der Bodily Injury Claims denkbar. Zudem sehe ich die Etablierung eines zuverlässigen Prognosetools zur Reserveschätzung bei Personenschäden als wichtiges Ziel.

AM PULS: Vielen Dank für das Gespräch!

Quelle: AM PULS, Das ACTINEO-Kundenmagazin, 07, März 2019

Foto: UNIQA Österreich Versicherungen AG