03.08.2021

CTO Marco Meisen im Gespräch

„Business und IT müssen dieselbe Sprache sprechen“, fordert Marco Meisen, Geschäftsführer und Chief Technology Officer (CTO) bei ACTINEO. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker steuert die technologische Entwicklung des Unternehmens und baut die digitalen Prozesse aus. Im Gespräch mit dem ACTINEO Magazin AM PULS erklärt er, wie er ACTINEO als InsurTech voranbringen und positionieren möchte.

AM PULS: Seit Anfang des Jahres sind Sie Chief Technology Officer bei ACTINEO. Was sind Ihre Aufgaben?

Marco Meisen: Als CTO habe ich den Auftrag, die digitale Transformation sowohl intern in den Prozessen als auch bei den Produkten voranzutreiben. Ich trage die Verantwortung für alle Bereiche, die daran beteiligt sind: Softwareentwicklung, Produktmanagement, Qualitätssicherung, UX/UI, IT-Infrastruktur und Data Science. Meine Hauptaufgabe ist jedoch die Operationalisierung unserer Unternehmensvision, die vorsieht, ein spartenübergreifendes digitales Ökosystem für die Regulierung von Personenschäden und zur Unterstützung der Leistungsbearbeitung aufzubauen.

AM PULS: Warum war die Schaffung der Position ein logischer nächster Schritt für ACTINEO als InsurTech? 

Marco Meisen: ACTINEO ist seit der Gründung rasant gewachsen. Gleichzeitig ist ACTINEO als InsurTech ein Unternehmen, das die Zukunft der IT nutzen und die Digitalisierung in der Versicherungsbranche vorantreiben möchte. Dies erfordert von uns, dass wir uns Herausforderungen, sowohl technischer als auch organisatorischer Art, stellen müssen. Dafür braucht es in der Geschäftsführung eine Rolle, die die entsprechende Erfahrung einbringen und umsetzen kann. 

AM PULS: Was sind Ihre ersten großen Vorhaben bei ACTINEO und gehen Sie dabei nach einem bestimmten Ansatz vor? 

Marco Meisen: Ich bin jetzt seit etwa einem halben Jahr bei ACTINEO. Zunächst ging es darum, alles in der Tiefe zu verstehen. Jetzt sind wir dabei, die Organisation auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Das Wesentliche ist, dass Business und IT dieselbe Sprache sprechen, ja, dass sich die gemeinsame Sprache sogar im Code wiederfindet. Die Entwickler sollen eine Software bauen, die auf das Business der Versicherungsbranche abgestimmt ist. Aus IT-Sicht hilft hier ein Vorgehen namens „Domain Driven Design“, das diese Übersetzungsleistung unterstützt und gleichzeitig eine Grundlage für architektonische Entscheidungen bietet. 

AM PULS: Wie werden unsere Kunden davon profitieren? 

Marco Meisen: Künftig werden wir noch mehr Services anbieten können, die sich zum einen in die technische Produktlandschaft der Versicherungen einbetten und gleichzeitig die Arbeit der Schadensachbearbeiterinnen und -bearbeiter effizienter machen. Das bedeutet, dass Letztere alle wichtigen Informationen für einen Schadenfall zur Verfügung haben und zusätzliche Services on demand einkaufen können. 

AM PULS: Was ist Ihr Ziel im Hinblick auf die Versicherungskunden? 

Marco Meisen: Mein Ziel ist es, unsere Versicherungskunden mit innovativen Produkten zu begeistern. Dabei werde ich auch den direkten Austausch suchen und mich als Vermittler zwischen Produkt- und IT-Welt positionieren, um die digitale Produktentwicklung bei ACTINEO weiter zu verbessern. 

AM PULS: Welche Chancen birgt die Digitalisierung für die Versicherungsbranche? 

Marco Meisen: Die Digitalisierung erhöht die Effizienz und Transparenz bei der Bearbeitung von Fällen. Services der Versicherer sollten aber auch konsequent an den digitalen Gewohnheiten der Endkunden ausgerichtet werden. Das Ziel muss sein, dass die oder der Versicherte einen Prozess durchläuft und sich am Ende wundert, wie einfach dieser war. Schlussendlich werden auch die Endkunden von der Digitalisierung profitieren. 

AM PULS: Welche Vision haben Sie für ACTINEO? 

Marco Meisen: Gemeinsam mit unseren Kunden möchten wir wegweisende digitale Produkte erarbeiten und damit die Versicherungsbranche digitalisieren und vorausschauend unterstützen. Dafür nutzen wir die Zukunft der Informationstechnologie und entwickeln unsere Arbeit, Kultur und Organisation regelmäßig weiter.

AM PULS: Vielen Dank für das Gespräch!